Tjaša Vedlin:

DSD-Projekt

Mündliche Prüfung

 

 

Die Geschichte des Hip-Hop

Der Begriff 'HipHop' wurde bereits im Laufe der '70er Jahre geprägt, aber erst durch Africa Bambaataa. Afrika Bambaataa hatte für die in den Ghettos blühende Strassenkultur den Namen "Hip Hop" geprägt. Doch davon wusste damals noch kaum einer der Radiohörer. Ebensowenig, dass die Sugar Hill Gang und ihr "Rapper's Delight" - die erste Rap-Scheibe, die ein Massenpublikum erreichte - bestenfalls an der Oberfläche des Phänomens kratze. Die etablierten Medien taten es als kurzlebige Mode ab: ein schwarzen Spleen wie "Blaxploitation"-Filme oder Afro-Frisuren bestenfalls. 

Der Begriff 'HipHop' ist zusammengesetzt aus den Slangausdrücken 'hip' (kennt man als: 'in sein') und 'hop', was soviel heisst wie Party. Daneben gibt es noch das Wort 'Rap' . Dieses bedeutet  allgemein 'schlagen, klopfen, pochen'. Am Anfang des Jahrhunderts wurde es aber zum Slangausdruck für 'reden' bzw. für 'ausplaudern, verraten'. Der ursprüngliche Rapper war also ein Verräter. In den '40ern '50ern bedeutete es dann  'rhythmisches Sprechen'. In dieser Weise wird es auch heute noch gebraucht: Mit Rap ist also allein das Rappen gemeint - im Gegensatz zu HipHop. Mit HipHop ist die gesamte Kultur gemeint, die neben der Musik auch Breakedance, Graffiti und dergleichen enthält. HipHop ist eine Lebensweise/ Einstellung - Rap nur eine Tätigkeit.

 Als dieser Begriff 1979 das erste mal in einem Rapsong auftauchte war er schon längst ein geheimer Überbegriff der schwarzen Straßenkultur. Anfang der 70er Jahre entstand in den New Yorker Ghettos eine eigene Kultur die den Widerstand der schwarzen gegenüber den weißen widerspiegeln sollte. Heute hat sich HipHop bzw. Rapmusik zu einem der Best umsetzenden Märkte der Musikindustrie und zu der weltweiten Jugendkultur entwickelt. Seinen Anfang nahm HipHop Mitte der 70er als eine kaum wahrgenommene Partykultur in den New Yorker Ghettos. In der Musik ging es um die Eroberung eines Raumes in dem die Angehörigen von Minderheiten und der Ghettos ungestört und frei leben, Musik hören und tanzen konnten. Außerdem war HipHop eine Jugendbewegung innerhalb der Ghettos und wurde auch zum verbalen Machtkampf Zwischen den Jugendlichen. Zu diesen Machtkämpfen zählten auch die Kunst des Graffitisprühens, die Wettstreits Zwischen den Disc-Jockeys und später die Konkurrenzkämpfe unter den Breakdancern oder Rappern.

Eine wichtige Person der Entstehung von HipHop war Clive Campbell alias Kool Dj Herc der die Jamaicanische Tradition der Straßenpartys mit nach New York brachte. Aus seiner Art wie er die Platten auflegte entwickelte sich das für die Rapmusik grundlegende Prinzip: das sampling.

Eine ebenfalls wichtige Person für die Entstehung war der Dj und Hobbyelektroniker Grandmaster Flash. Er verbesserte die Mixtechnik und baute Mischpult und Plattenspieler zum eigenen Instrument um. Durch Grandamaster Flash wurde auch das Scratchen das ein rhythmisches Geräusch ist das durch Hin- und Herbewegen der Platte bei aufgelegtem Tonkopf erzeugt wird in die Raptitel eingebaut. Um 1980 begann sich die Musikindustrie für die HipHop-Szene zu interessieren. Was in der Szene längst auf Kassette vorhanden war- die Kombination aus rap, Breakbeats und Funkmusik- entwickelte sich in den Studios der Plattenfirmen zu einem neuen Stil den Rap. Mit den Erfolgen der sogenannten Old School-Rapper die zu der ersten Rap Generation zählten trat HipHop aus seinem lokalen Rahmen heraus. Entgegen der Einschätzung vieler Kritiker eroberte die Rapmusik unaufhaltsam den Popmarkt. Bald entstanden auch in anderen Großstädten der USA (in Los Angeles, San Francisco, Houston, Chicago u.a.) neue Rapszenen mit eigenen Sounds. Mitte der 80er Jahre entstand eine neue HipHop Generation der New School-Stil.

 

Der New School-Stil enthält neue und alte Rapier:

Alte Rapper:      Dr. Dre, Snoop Dogg, Ice-T, Run DMC, Ice Cube, Nate Dog, Coolio, 2 Pac, B.I.G. 

Neue Rapper:    Fabolous, Lil' Wayne, Lil' Bow Wow, Lil' Kim, Ja Rule, LL Cool J, DMX 

Die Hip-Hop Bewegung ist stark von Männern dominiert, die in der Regel kaum ein gutes Wort über Frauen verlieren ( die eigene Mutter ausgenommen) - diese kommen oft nur als `Schlampen oder Prostituierte innerhalb von Raptexten vor. Dennoch gab und gibt es einige weibliche MCs, Breaker, Writer und DJanes. Unter den Rapperinnen waren u.a Roxanne Shante, MC Lyte und Queen Lathifah dafür verantwortlich, dass sich Frauen im Hip-Hop zu Wort meldeten und dabei genauso viel Respekt verlangten, wie ihre männlichen Kollegen. Daneben gab es aber auch Rapperinnen wie BWP ( Bitches With Problems) oder Boss, die versuchten, den Männern im Gangstertum in Nichts nach zu stehen. Oder auch - wie im Augenblick Lil`Kim oder Foxy Brown - möglichst alle Klischees der Männer zu repräsetieren. Hip-Hop galt immer als tolerant und liberal, schon allein auf Grund des Afroamerikanischen Backgrounds über den rassistischen verdacht erheben.

 

Gangs 

Gangs gibt es schon seit den '50ern - allerdings waren dies damals Freunde-Cliquen, die sich ab und an miteinander Schlägereien lieferten. In den '60ern schlossen sich diese Gruppen in der Regel der Black Power Bewegung an - wenn auch oft nur als 'Mitläufer'. Nachdem diese Ende der '60er zerschlagen war, änderte sich alles. Es entstanden Gangs, denen es nur noch darum ging, möglichst weite Gebiete mit Gewalt zu erobern - und andere sahen keine andere Wahl, als mit den selben Mitteln zu reagieren. Die Gangkämpfe, wie sie auch heute noch überall zu finden sind, waren damit zum Normalzustand geworden. Oft bilden diese Gangs auch die unterster Ebene der Drogenmafia - allerdings werden sie nur für die Drecksarbeit herangezogen, weil sie für 'größere Aufgaben' zu locker organisiert sind. Nun kann man sich hundert Erklärungen für diese Gewalt ausdenken - keine Zukunftsperspektive, allgegenwärtiger Rassismus, Arbeitslosigkeit und so weiter. Natürlich herrschen äußerst erbärmliche Verhältnisse in den Ghettos - aber das erklärt natürlich nicht, wieso man diese Zustände noch zusätzlich durch sinnlose Gewalt verschärfen sollte.  

Anhang: 

Aus der Westküste: Outlawz, Ruff Ryders, D 12, Thug life, Underground Project, Wu-tang Clan ... 

Aus der Ostküste:         Bad boys, Run DMC, NAS, B.I.G, P. Diddy, Busta Rhymes, Onyx, Twister ...

 Labels: Death Row Records, Cash money Records, Bad Boy Records, Shady Records, Murder Inc., BMG ...  

 

 

Westcoast vs. Eastcoast 

Seit Mitte der '80er herrscht ein - mal mehr mal weniger starker - Kampf zwischen der Ost- und der Westküste. Es ging einfach mal wieder nur darum, daß sich irgendwer als der Allerbeste darstellen wollte und alle anderen als Versager darzustellen. Zunächst lief dies nur im Rahmen des üblichen Dissens - sehr ausgeprägt z.B. zwischen NWA (Niggaz With Attitude) von der Westküste und Tim Dog aus N.Y.. Mit der Zeit kam es aber auch zu ernsteren Zusammenstößen - inklusive Toten. So wurde auch gemutmaßt, daß die Ermordung Tupac '2Pac' Shakurs auf diesen Konflikt zurückgeht, und der Tod von Biggie 'Notorious B.I.G.' Smalls eine Rache dafür war.  

Westcoast:       2 Pac, Dr. Dre, Snoop Dogg, Ice-T, Ice Cube, Nate Dog, Coolio, DMX, usw... 

Eastcoast:        Fabolous, Lil' Wayne, B.I.G., Lil' Kim, usw...

 

HipHop Style 

Im HipHop Trend stehen weite Jeans die möglichst weit unten getragen werden und Pullover mit protzigen Zeichen und Aufschriften hoch im Kurs. Wenn man ausrechnet, wie teuer ein typisches Outfit aus Markenhose, Turnschuhen, Pullover, Schlüsselband und cooler Kappe sein muss. Oft wird der HipHop- Style auch mit US-Amerikanische Sportswear verbunden. Dabei ist dieser Kleidungsstil sicher nicht der Ausdruck von Verbundenheit mit der HipHop Kultur. Was für ihre Kleidung gilt, wird auch in ihrer Sprache verdeutlicht. Es geht darum coole Sprüche zu reissen. Jede Möglichkeit wird genutzt um mit einem typischen Ausdruck im Mittelpunkt zu stehen und gut bei den anderen anzukommen.

Es ist wichtig, was andere über sie denken. In der Szene hat man oft den Eindruck das die Frauen im Schatten der Männer leben. Kaum ein Musikvideo vergeht ohne leicht bekleidete, Girls, die ihre makellosen Körper im Rhythmus der Beats bewegen und sich in eindeutigen Posen zeigen. Während sich der männliche Rapper durch Goldkettchen, Dollarnoten, Autos und andere Statussymbole definieren kann, werden Frauen auf ihren Körper beschränkt, den sie entsprechend zu präsentieren haben. Dem HipHoper offensiv vorgezeigter Reichtum steht dafür, wie clever und kreativ er ist, dass er genau weiss, wie mann Kohle machen kann. Manchmal ist es zu verstehen, dass in all diesen Videos der Eindruck rüber kommt, wie Frauen neben kostspieligen Klamotten und Karossen eingereiht werden, als seien sie ein weiterer Schmuck des Mannes, mit dem dieser sein Ansehen bei anderen anheben kann.

Hip Hop in den USA

Angefangen hat alles in der New Yorker Bronx in den frühen 70er Jahren. Eine verfehlte Modernisierunspolitik zerstörte das Stadtviertel und wer es sich leisten konnte, kehrte der Bronx schnell den Rücken. Die anderen mussten fortan in einer apokalyptischen Stadtlandschaft aus leer stehenden Fabrikgebäuden und verdreckten Hinterhöfen leben. Die jungen Ghettobewohner fanden ihre eigene Ausdrucksform des Protests gegen diese Zustände: Mit Graffitis, Breakdance, Rap und den legendären Block Parties machten sie auf sich und ihre Probleme aufmerksam.
1979 wurde die erste Rap-Schallplatte, 'Rapper's Delight' von der SUGARHILL GANG veröffentlicht, die sich über 2 Millionen mal verkaufte und das Interesse der Plattenindustrie für die neue Musik weckte.

Die erste, auch stilistisch abgrenzbare Phase in der Geschichte der Rap-Musik wird als Old School bezeichnet und ist ein Phänomen der Ostküste der USA. Zu ihren wichtigsten Vertretern zählen KOOL DJ HERC, GRANDMASTER FLASH & THE FURIOUS FIVE und AFRIKA BAMBAATAA.
In den frühen achtziger Jahre geriet der Hip Hop in eine stilistische Krise: viele der in dieser Zeit veröffentlichten Stücke waren sehr ähnlich, da alle Rapper mit den selben, in ihrer Variationsbreite eingeschränkten Rhythmusmaschinen arbeiteten. Die Verkaufszahlen sanken und es sah eine Zeit lang so aus, als sei Rap nur ein Modegag gewesen.

Zur gleichen Zeit kamen die ersten bezahlbaren digitalen Sampler auf den Markt. Endlich konnten die DJs auf die synthetischen Beats verzichten und komplexe Drum Loops samplen, wodurch die Musik natürlicher klang und musikalisch komplexer wurde. Mit den Erfolgen von RUN DMC, besonders auch bei weißen Jugendlichen, und dem legendären HipHop Label DEF JAM begann die eigentliche Erfolgsstory von Rap und ihren berühmten Vertretern der New School wie PUBLIC ENEMY, KRS ONE, BEASTIE BOYS und LL COOL J.

Eine ganz andere Entwicklung nahm die Rap Musik an der Westküste der USA mit ihrem Zentrum in Los Angeles. Der Westküsten-Rap gelangte vor allem durch Texte in die Schlagzeilen, die das gewalttätige Leben in den Ghettos schilderten. Wie so oft wurde jedoch das Werk mit seinem Autor verwechselt. Denn nicht alle Rapper, die über Gewalt redeten, waren auch selber gewalttätig. Der West Coast-Rap wurde vor allem von ICE T, DR DRÉ, WARREN G., ICE CUBE, oder CYPRESS HILL geprägt.

Ende der 80er Jahre fand die Gewalt thematisierende Hip Hop-Mode ihre Gegenbewegung durch Gruppen wie DE LA SOUL, A TRIBE CALLED QUEST, oder QUEEN LATIFAH. Diese trugen weite, bunte Kleider (Afrocentricity) und traten für ein friedliches Zusammenleben ohne Gewalt und Drogen ein. Auf diese Weise fand die Hip Hop-Bewegung zu ihren Ursprüngen zurück. In den 90er Jahren wurde Hip Hop endgültig zum bestimmenden Genre der Pop-Musik. Ob WU TAN CLAN, COOLIO, FUGEES, BUSTA RHYMES, BEASTIE BOYS - HipHop ist aus den Charts nicht mehr wegzudenken.

 

Hip Hop in Deutschland

Die Geschichte des deutschen Hip Hop begann, als die große Breakdance-Mode Mitte der 80er-Jahre wieder abflaute. In ganz Deutschland blieben einige wenige übrig, für die Hip Hop mehr geworden war als nur ein Hobby. Es begann ein intensiver Austausch. Man traf sich in Jugendclubs oder angemieteten Kellern, um zu rappen, oder feierte spontane Hip Hop-Parties (Jams), auf die immer mehr Besucher strömten. So fand Hip Hop seinen Weg aus den Jugendzentren heraus und wurde auch ohne Medienrummel gefeiert.

Anfang der 90er Jahre erschienen die ersten deutschsprachigen Raps auf Schallplatte. Spätestens mit dem Megaerfolg von 'Die da' wurden die Stuttgarter DIE FANTASTISCHEN VIER zur SUGARHILL GANG der deutschen Hip Hop-Szene. Die Medien wurden aufmerksam auf die neue Musikrichtung, die auch in deutscher Sprache funktionierte. Von der Szene wurden die FANTASTISCHEN VIER jedoch eher kritisch beäugt und als "Spass-und-Mittelstands-Rap" eingestuft.
Mit 'Fremd im eigenen Land' von ADVANCED CHEMISTRY kam dann auch für die erste Untergrund-Band der große Erfolg. Die Textzeile 'Ich habe einen grünen Pass, mit 'nem goldenen Adler drauf - doch bin ich fremd hier' öffnete den Weg in viele politische Diskussionsrunden und gab der Debatte um Diskriminierung und Ausländerfeindlichkeit in Deutschland eine neue Richtung.

Die Hip-Hopper der ersten Stunde feierten sich selbst auf einem programmatischen Sampler als die "Alte Schule", als diejenigen, die HipHop in Deutschland erst möglich gemacht hatten (LSD, CUS, NO REMORZE, ADVANCED CHEMISTRY, CORA E., STF, TEC ROC u.a.).  Sie fühlten sich von der "Neuen Schule" übergangen und in ihrer Rolle als Urväter des deutschen Hip Hop nicht anerkannt. Die neue Schule, so der Vorwurf, wolle nur Spaß haben und nehme Hip Hop nicht ernst. Die Vorwürfe richteten sich an eine neue Generation von Rappern, die sehr viel lockerer und selbstsicherer mit dem Genre spielten (FETTES BROT, DER TOBI UND DAS BO, MAIN CONCEPT; MASSIVE TÖNE, MC RENÉ, ALEKSEY u.a.).

Stuttgart, Hamburg, Berlin und Frankfurt sind die innovativen Zentren der deutschsprachigen HipHop-Szene, gruppiert um die Erfolgslabels FOUR MUSIC und YO MAMA. Doch HipHop in Deutschland läßt sich nicht geographisch festlegen, denn mittlerweile gibt es in vielen Städten eigene Größen, die die schillernde Bandbreite des deutschen Hip Hop beweisen: KINDERZIMMER PRODUCTIONS aus Ulm, MAIN CONCEPT aus München, die KÖNIGSDORF POSSE aus Köln, ZM JAY aus Chemnitz und HALB 7 RECORDS aus Dessau, um nur einige zu nennen.

Eine weitere Facette des deutschen HipHop sind Gruppen wie CARTEL oder KANAK ATTACK aus Berlin, die in ihren Texten das Leben türkischstämmiger Jugendlicher der zweiten und dritten Generation in Deutschland kritisch behandeln.

Hip Hop in Frankreich

Frankreich ist mittlerweile der größte Hip Hop-Markt außerhalb der USA. Die französischen Rapper zeigten schon früh, dass sie bei der Straßenprosa einen von den US-Vorbildern emanzipierten Weg gehen wollten. Die Hip Hop-Szene wuchs vor allem in den französischen Vororten der Großstädte heran. In Paris wurden Anfang der 80er Block Parties in den Banlieues gefeiert, es wurde getanzt, gerappt und gesprüht. Das Phänomen HipHop fand schnell eine eigene, französische Interpretation.

1984 gab es auf dem Fernsehsender TF1 eine Hip Hop-Sendung, die von Sidney und Laurence Touitou moderiert wurde und schnell Kultstatus in den Banlieues erlangte.
1987 erschien das erste in Frankreich produzierte Hip Hop-Album ("Paname City rapping") von Dee Nasty. NTM, ASSASSIN und SOLAAR rappten und freestylten in französischer Sprache in der Sendung "Deenastyle" auf Radio Nova. Dieser Pariser Radiosender war damals der einzige Sender Frankreichs, der die Sounds von der Straße rauf und runter spielte.

1990 erschien die Song-Compilation "Rappattitude", auf der die "erste Generation" des französischen Raps vertreten war. 1992 veröffenlichte MC SOLAAR sein erstes, sehr erfolgreiches Album, das auch international große Beachtung fand. MC SOLAAR und SOON E MC gehörten der legendären 501 Posse aus Paris an. Ihr Rap war im Gegensatz zum amerikanischen Rap sehr verspielt und bot geradezu poetischen Widerstand. Es folgten auch immer mehr Gruppen, die sich einen Namen machten: ARSENIK, LA FONKY FAMILY, MENAGE A 3, KDD, DOC GYNECO u.v.a.

1995 fand der französische Hip Hop mit dem Soundtrack zum sozialkritischen Film "HASS" ("La Haine") von Mathieu Kassovitz Einzug in die Kinos.
1997 wurde das Album "11'30" veröffentlicht, das sich gegen Rassismus richtet und auf dem zahlreiche Rapper wie Ministère A.M.E.R, ASSASSIN oder KABAL vertreten sind.

Die sozial-politische Dimension des Hip Hop zeigt sich auch in der Protestorganisation "Movement de l'immigration et des Banlieues"(MIB), die zum autonomen Widerstand von jungen Migranten aus den Vorstadtghettos aufruft und unterstützt wird von Rappern wie IAM und ASSASSIN.
Hip Hop ist aus der französischen Musik- und Jugendkultur nicht mehr wegzudenken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeitleiste: 1970-2000

1970 - 1980

 Eine wichtige Person der Entstehung von HipHop war Clive Campbell alias Kool Dj Herc. In der Musik ging es um die Besetzung eines Raumes in dem die Angehörigen von Minderheiten und den Ghettos ungestört und frei Leben, Musik hören und tanzen konnten. 

1980 -1990

Um 1980 begann sich die Musikindustrie für die HipHop-Szene zu interessieren.

Einer der damaligen Rapper  ist Granmaster Flash der hauptsächlich hinter den Turntables zu finden war.

Entgegen der Einschätzung vieler Kritiker eroberte die Rapmusik unaufhaltsam den Popmarkt!

1990-2004

In den Anfängen der 90iger Jahre fing der HIP HOP erst richtig an zu Leben, mit seinen „STARS“ z.B. Tupac Amaru Sharkur und Notorious B.I.G. die später Erschossen wurden, und durch ihre Lieder sehr berühmt wurden. Mitte der 90iger Jahre nach den Tot der beiden Rapper  ging es hauptsächlich nur noch ums große Geld.